Die kleine Honigfarm

Zwei Generationen. Eine Leidenschaft. Und jede Menge Bienen.

Unsere Hobbyimkerei verbindet Erfahrung und Neugier. Da ist mein Schwiegervater Adolf – seit über 60 Jahren mit Herz und Seele Imker. Und da bin ich: Im zweiten Imkerjahr noch voller Fragen, immer neugierig und jeden Tag um neue Erfahrungen reicher. Besser hätte ich mir keinen Lehrmeister wünschen können. Seine Begeisterung für die Bienen ist ansteckend – und nach mehr als sechs Jahrzehnten ungebrochen.


Wer meinen Schwiegervater im Frühjahr beobachtet, wenn nach kalten Wintertagen die ersten warmen Sonnenstrahlen die Bienen zu ihren Reinigungsflügen aus dem Stock locken, versteht sofort, warum Imkerei so viel mehr ist als ein Hobby. Mit inzwischen 89 Jahren verfolgt er jeden Flug seiner Völker noch immer mit leuchtenden Augen. Diese Freude steckt an – und genau sie macht unsere Imkerei aus.

Geißgroawe und Applergroawe

Unsere Bienenvölker leben das ganze Jahr über an zwei festen Standorten in Mornshausen an der Salzböde: am Fuße des Dreisbergs – sowie im Applergraben, nahe dem idyllischen Nixbödetal.

Die beiden Standorte heißen im Mornshäuser Platt, einem oberhessischen Dialekt: Geißgroawe und Applergroawe. Von dort aus erkunden unsere Bienen ihre Umgebung in einem Radius von bis zu fünf Kilometern und sammeln Nektar und Pollen in der vielfältigen Natur des Gladenbacher Berglands.

Wir verzichten bewusst auf das Wandern unserer Bienenvölker. Unsere Bienen dürfen an ihrem vertrauten Standort bleiben und finden dort alles, was sie brauchen. Das Ergebnis ist ein Honig, der den Charakter unserer Heimat widerspiegelt.

Jeder Jahrgang ist ein Unikat

Unsere Frühjahrs- und Sommertracht sind keine sortenreinen Honige. Stattdessen vereinen sie den Nektar unzähliger Blüten von Blumen, Pflanzen, Sträuchern und Bäumen, die rund um Mornshausen wachsen.

Und genau das macht jeden Jahrgang besonders. Wetter, Blütezeiten und das Sammelverhalten der Bienen lassen sich nicht planen – zum Glück. Denn keine Saison gleicht der anderen. Farbe und Geschmack entwickeln jedes Jahr ihren ganz eigenen Charakter.


Von der Wabe ins Glas

Selbst Honige derselben Trachtzeit unterscheiden sich oft voneinander, weil wir die beiden Standorte getrennt ernten. So entstehen zwei ganz eigene Geschichten im Glas, die vom Frühling und vom Sommer erzählen.

Nach der Ernte und dem Filtern wird unser Honig schonend cremig gerührt. Auf diese Weise bleiben seine wertvollen Inhaltsstoffe und sein unverwechselbares Aroma erhalten.